Verdummungslernen

„Wer nichts lernt, bleibt dumm.“

Das ist per Definition richtig, aber interessanterweise ist die negative Umformulierung dieser Aussage falsch. Denn die Aussage „Wer etwas lernt, wird klug“ stimmt so nicht, zumindest nicht, wenn man dem eine allgemeingültige Bedeutung beimisst.

Denn es gibt ein rein wissensorientiertes Lernen, das verblödet, weil es Menschen zu Fachidioten macht. Je mehr Expertise nämlich jemand in einem Bereich erwirbt, desto mehr glänzt er durch Nichtwissen in anderen Bereichen und desto anfälliger wird er für einseitig begründete Entscheidungen und letztlich fehlgesteuertes Verhalten.

Das erklärt sich aus zweierlei Gründen:

  • Das aufgehäufte Wissen des Experten wird durch die im Übrigen herrschende Ignoranz entwertet, weil es seinen Kontext verliert, der Wissende es immer weniger einordnen und nutzbringend anwenden kann und sich als Fachmann letztlich in einer Wissensblase bewegt. Im Gesamtsystem wird die Kommunikation zwischen diesen Wissensinseln immer schwieriger und seltener, und komplexe Probleme werden zwangsläufig soweit vereinfacht, dass der Experte es mit seinem fachlimitierten Wissen und seinen fachspezifischen Methoden bearbeiten kann. Da die Realität nun mal aber komplex ist, führt dies zwangsläufig zu wissensinduzierten Irrtümern und Fehlern.
  • Diese einseitig Hochgebildeten sind meist nicht mehr in der Lage, ihr Nichtwissen zu erkennen und ihre Expertise zu relativieren, d. h. in ihrer Tragweite und Nützlichkeit realistisch einzuschätzen. Viele halten ihr Gedankengebäude für die Realität und propagieren Meinungen und Problemlösungen, die einseitig und damit inadäquat die Realität beschreiben und auch gestalten.

Natürlich trifft das nicht auf alle zu. Aber es ist sehr auffällig, wie stark Lehrer, Professoren, Wissenschaftler und sonstige Experten ihr Verständnis der Welt verabsolutieren und sich auf Meinungsstreitigkeiten einlassen, deren einziger Grund die Tatsache ist, dass jeder nur seine einseitige Sichtweise kennt und andere Perspektiven damit nicht verknüpfen kann.

Je mehr jemand das Fachspezifische beherrscht, desto mehr verlernt er die Intuition, den gesunden Menschenverstand, ein komplexes Problemverständnis und die Bereitschaft, andere Ansichten zu verstehen und mit der eigenen Perspektive in Einklang zu bringen.

Wirklich klug-gelernte Menschen dürfen gerne fachlich versiert sein. Sie verfügen aber immer auch über Meta-Wissen, sind sich der Grenzen ihrer eigenen Kompetenzen bewusst und jederzeit bereit, den eigenen Horizont durch andere Expertisen zu erweitern, Disziplingrenzen zu überschreiten und zu einem integrierten Verständnis zu gelangen.

Gesellschaftlich bedeutet dies insbesondere, dass es gefährlich ist, Experten zu Politikberatern zu machen, wenn hier nicht für Multidisziplinarität und Ausgleich gesorgt wird. Die jahrzehntelange ziemlich einseitige Dominanz der Ökonomen z. B. hat uns einen sehr prekären Wohlstand, aber maximale Umweltprobleme beschert. Wenn in diesen Pandemiezeiten nun Virologen und andere Naturwissenschaftler die Entscheidungshoheit erlangen, muss man sich nicht wundern, wenn ohne ausreichendes Gegengewicht demnächst soziale (und wirtschaftliche) Probleme aus dem Ruder laufen.

Kreuz- und Quergedenke

Es wird zur Zeit viel Aufhebens gemacht von „Querdenkern“ und Konsorten. Warum eigentlich? Halbgare Ideen, schwache Argumente, fehlerhafte Logik, schwülstiges Gerede und Verweigerung der Realität hat es immer schon gegeben und als solches nie viel bewirkt.

Ein wesentlicher Unterschied zu früher ist allerdings, dass diese Leute jetzt organisiert auftreten. Das hebt zwar nicht die Qualität, wohl aber steigert es die Quantität. Und das reicht, um die Demokraten aufzuwecken, weil „ihre“ Demokratie plötzlich gefährdet erscheint, womit sie (wie z. B. der bayrische Ministerpräsident) in Wirklichkeit ihre Mehrheit meinen. Bei genauer Betrachtung bringen diese z. T. antidemokratischen Reaktionen auf die Proteste die Demokratie eher in Gefahr als das Sammelsurium uneiniger Protestler. Insoweit sollte man die „Feinde der Demokratie“ anderswo suchen als bei Letzteren.

Mich stört viel mehr, dass der Begriff „Querdenker“ von diesem Denkproleten gekapert wurde. Was früher als Lob gedacht war, weil der Schwerpunkt auf „-denker“ lag, ist heute zu einem „Kreuz- und Quergedenke“ von Wirrköpfen verkommen, die sich zudem noch bereitwillig von außen manipulieren lassen. Während echte Querdenker eigentlich frische, neue Sichtweisen in eine Diskussion einbringen und das Denken bereichern, stiften die heutigen Querdenker vor allem Verwirrung und Dummheit.

Wenn wir ihnen dennoch den Gefallen tun, sie ernster zu nehmen als es ihnen gebührt, dann liegt das wohl auch daran, dass die echten Querdenker selten geworden sind. Sie sind Außenseiter bzw. sie werden zu solchen gemacht (auch und gerade von den „Demokratiefreunden“) und möglichst ignoriert. Nur wer provoziert und auf Krawall macht, hat noch eine Chance, in die mediale Aufmerksamkeitszone zu gelangen. Und das macht es für die Möchtegernquerdenker leicht, sich selber diesen Nimbus zu geben und den Begriff zu kapern.

Mal schauen, wie lange die Mehrheitsdenke benötigt, um wieder „Ordnung“ herzustellen. Ungelegen kommt es ihr jedenfalls nicht, Querdenker undifferenziert schlechtzureden.

Unterlassensfehler

Will man die Qualität von Politik oder Management beurteilen, darf man sich nicht auf das beschränken, was entschieden wurde, sondern muss viel mehr darauf achten, was nicht getan und in Angriff genommen wurde.

Die größten Fehler, die in diesen Bereichen gemacht werden, bestehen nämlich darin, Probleme nicht zu sehen (bzw. nicht sehen zu wollen), nicht präventiv und langfristig zu denken, keine geeigneten Problemlösungen zur Diskussion zu stellen, keine mutigen Schritte zu unternehmen, keinen Plan B zu haben usw. usw.

Das funktioniert deshalb so gut, weil auch die „Aufseher“, und dazu zählen in vorderster Linie die Medien, nicht in der Lage sind, eigenständig zu denken und diese Lücken bloßzulegen, sondern sich ausschließlich am konkret Gesagten, Beschlossenen, Umgesetzten orientieren. Und das Volk schafft es erst recht nicht, diese Unterlassens-Perspektive einzunehmen.

Da demnach nichts Schlimmes droht, solange das konkret Beobachtbare nicht offensichtlich fehlerhaft ist, besteht die beste Strategie der Verantwortungsträger darin, wenig zu tun und dabei auch noch immer auf der sicheren Seite zu bleiben.

Kann man daran etwas ändern?

Das praktische Problem, fehlendes Denken und Handeln erkennen zu können, besteht darin, dass es voraussetzt, das Potenzial des Möglichen ermitteln zu können. Dieses Talent ist nicht jedem gegeben, aber solche kreativen Köpfe gibt es. Nur: Wer schenkt ihnen Gehör? Denn auch hier ist es von Vorteil für Politiker und Manager, diese Ideen erst gar nicht aufkeimen und sich verbreiten zu lassen, um sich nicht selbst unter Druck zu setzen.

Gesucht wird also ein Mechanismus, der diese Lücken transparent macht und dabei nicht von „interessierten Personen“ außer Kraft gesetzt werden kann. Letzteres wird gerne durch Diffamierung („Spinner“, „Verschwörungstheoretiker“ und dergleichen) prophylaktisch initiiert, und auch Fake News, persönliche Angriffe, Entzug von Forschungsmitteln oder Kündigungen sind beliebte Mittel, die Sichtbarmachung des Potenzials zu unterbinden (Denn – auch wenn es hier nicht weiter thematisiert werden soll – natürlich geht es dabei auch um Wohlstandsverteilung und Gewinnströme, und deren aktuelle Profiteure haben mit Sicherheit erst recht kein Interesse daran, dass sich etwas ändert.).

Es wäre schade, wenn erst die Macht des Faktischen, also akute Probleme, die Menschen zur Einsicht in Versäumnisse und zur Bereitschaft, neue Wege zu gehen, bringen würde. Man darf gespannt sein, ob die Corona-Krise diesbezüglich eine Änderung herbeiführt. Die bisherige Entwicklung deutet allerdings nicht darauf hin.

Kenner und Könner

Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie lernfähig sind und dadurch wissend werden. Als homines sapientes bezeichnen sie demnach auch ihre eigene biologische Art, und in aller Regel steigt mit dem Wissen auch das Ansehen (und im Schnitt das Einkommen). Was sie aber mit ihrem Wissen „anzufangen wissen“, oder vielmehr: was sie damit „anfangen können“, das steht auf einem anderen Blatt.

Manche können ganz gut davon leben, ihr Wissen zu vermarkten: Lehrende jeglicher couleur, Wissenschaftler, Experten, und unter eleganter Beimischung von Meinungen auch Philosophen und Journalisten sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler. Die meisten wenden es auch als Basis für ihr Berufsleben an, vom Handwerker bis zur Ärztin, von der Reinigungskraft bis zum Ingenieur. Aber werden sie dadurch zu Könnern ihres Fachs?

Schon bei Handwerkern ist klar, dass Wissen zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung für Könnerschaft ist. Handwerkliche Geschicklichkeit und manchmal Kreativität müssen dazukommen. Bei höherwertigen Berufen ist das teilweise ähnlich, wenn man das Beispiel von Chirurgen, Zahnärzten oder Musikern nimmt.

Aber je „verkopfter“ ein Beruf ist, desto mehr neigen wir dazu, aus der Kennerschaft alleine schon die Könnerschaft abzuleiten: Juristen, viele ärztliche Fachrichtungen, oder Berater jeglicher Fachrichtungen sind in aller Regel kundige Kenner, aber keine klugen Könner. Sie glänzen als Fachspezialisten, können Schlaues dahersagen, aber wenn es darum geht, komplexere Zusammenhänge zu deuten und verstehen, und erst recht zu handhaben (oder managen), sieht man erst, mit wie wenig Wasser sie kochen (was aber umso einfacher Dampf erzeugt …).

Warum das relevant ist?

Zum einen weil wir heutzutage wesentlich stärker auf Könner angewiesen sind, als dies vor 50 Jahren der Fall war. Es gibt zwar heute viel mehr Kenner als früher, aber angesichts der Uferlosigkeit des Wissens sind alle Kenner zu Spezialisten geworden, deren Könnertum daher zwangsläufig ebenfalls zunehmend reduziert ist, und das ist angesichts einer hyperkomplexen Realität suboptimal bis katastrophal.

Zum anderen weil unser Bildungssystem leider in erster Linie Kenner produziert, keine Könner. Diplomiert und ggf. sogar staatsexaminiert, aber letztlich nicht in der Lage mehr zu leisten, als im beruflichen Kontext Wissen zu reproduzieren auf jene Standardfälle, die sich freundlicherweise in die Theorie des Erlernten einpassen. Wenn Sachverhalte, Probleme oder Aufgaben aber darüber hinausgehen, sind Kenner überfordert, nicht zuständig oder manchmal auch so dreist, Könnerschaft zu simulieren. Nur kommt dabei nichts Brauchbares heraus.

Die Menschheit müsste also einen evolutorischen Schritt hin zu mehr Könnerschaft machen. Aber was wären wir denn als homines potentes?

Insbesondere würden wir

  • Wissensrelevanz erkennen statt Bildungswissen aufhäufen,
  • holistisch denken statt analytisch,
  • die Folgen für alle (und nicht nur die Menschen) bedenken statt den Glanz der eigenen Tat herauszustellen,
  • problemlösungsorientiert statt lösungstheoriemodellabhängig arbeiten,
  • an Qualität interessiert sein statt von Quantität gesteuert,
  • nach relativem Fortschritt streben statt nach absoluter Maximierung,
  • die eigenen Grenzen erkennen und sie vorsichtig ausloten statt vom Allwissenheitsanspruch beseelt schnelle Fakten zu schaffen,
  • kooperationsfähig sein statt eigenerfolgssüchtig,
  • usw.

Es geht dabei nicht um ein Zurückfahren der Akademisierung, sondern um ein anderes Verständnis der Hochschulbildung, das sich z. T. an Fachhochschulen wiederfindet, von diesen aber bildungspolitisch und strategisch zu wenig genutzt wird.

Dass das Bildungssystem sich selbst reformieren könnte, ist derzeit allerdings wohl Wunschdenken. Dazu wird es zu sehr von Kennern dominiert. Aber wenn irgendwann die defizitären Kenner-Realitäten selbst dem Kurzsichtigsten ins Auge springen, könnte eine Art spontane Evolution Veränderungen zugunsten von mehr Könnerschaft zuwege bringen.

Freiheitspendel

Eines der interessanten Rätsel der Gegenwart lautet: Warum sind die Menschen in entwickelten Gesellschaften, die noch nie eine größere Freiheit besessen haben als heute, offenbar bereit, zumindest auf Teile dieser Freiheit zugunsten von mehr Ordnung, Sicherheit, Einheitlichkeit, kultureller Abgrenzung und dergleichen zu verzichten?

Die nächstliegende Antwort lautet: Weil ihnen die Freiheit offenbar nicht (mehr) so wichtig ist und die Prioritäten sich verlagern. Aber warum ist das so? Weiterlesen

Zwiedenken

„Zu wissen und nicht zu wissen, sich des vollständigen Vertrauens bewusst zu sein, während man sorgfältig konstruierte Lügen erzählte, gleichzeitig zwei einander ausschließende Meinungen aufrechtzuerhalten, zu wissen, dass sie einander widersprachen und an beide zu glauben; die Logik gegen die Logik ins Feld zu führen; die Moral zu verwerfen, während man sie für sich in Anspruch nahm; zu glauben, Demokratie sei unmöglich, die Partei jedoch die Hüterin der Demokratie; zu vergessen, was zu vergessen von einem gefordert wurde, um es sich dann, wenn man es brauchte, wieder ins Gedächtnis zurückzurufen, und es hierauf prompt wieder zu vergessen; und vor allem, dem Verfahren gegenüber um das gleiche Verfahren anzuwenden. Das war die äußerste Spitzfindigkeit: bewusst die Unbewusstheit vorzuschieben, und dann noch einmal sich des eben vollzogenen Hypnoseaktes nicht bewusst zu werden.“
George Orwell, 1984 (hier zitiert an der Ullstein TB-Ausgabe 1978, S. 34-35)

Das Zwiedenken ist zwar (noch) nicht eine einseitig auferlegte Denkweise des Großen Bruders, findet sich aber in erschreckender Weise im öffentlichen Diskurs wieder. Ob das heute gravierender ist als vor einigen Jahrzehnten, wäre aber noch zu beweisen.

Logikfalle?

Jan Schweitzer hat in der ZEIT (24.10.2019, S. 33) in seinem nimmermüden Feldzug gegen Impfgegner, Homöopathiegläubige und sonstige Naturheilkundeanhänger zur Abwechslung nicht nur die Dummheit und uneinsichtige Sturheit dieser Schulmedizinverächter angeprangert, sondern versucht es jetzt einmal mit den Argumenten der gedanklichen Inkonsequenz und fehlenden Logik.

Sein simples Argument (mit einigen überflüssigen Zutaten aufgepeppt): Wenn der Feind (in diesem Fall müssen die Grünen dafür herhalten) beim Klimawandel (zurecht) die eigene Position auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse stützt, dann könne er unmöglich gleichzeitig Anhänger der Homöopathie sein, da die Naturwissenschaft wiederholt deren Wirkungslosigkeit nachgewiesen habe. Wer so inkonsequent sei, der tappe in eine (inakzeptable) Logikfalle und müsse sich endlich der Naturwissenschaft und Schulmedizin beugen.

Es kann hier nicht dazu Stellung bezogen werden, ob Homöopathie Scharlatanerie ist oder nicht, aber wohl muss festgestellt werden, dass der Autor als offensichtlich blinder Anhänger der Naturwissenschaft und Schulmedizin weitaus größere gedankliche Defizite aufweist als die Grünen.

Seine wesentlichen persönlichen Logikfallen sind die folgenden: Weiterlesen

Verstand und Vernunft

„Unsere heutige Bildung ist hauptsächlich an materiellen Werten und an Verstandesbildung orientiert. Aber die Realität zeigt, dass wir mit dem Verstand allein nicht zur Vernunft kommen. Es geht auch um Ziele wie Liebe, Mitgefühl, ein Gefühl für Gerechtigkeit, Achtsamkeit und Vergebung. Und dies als Bildungsziele von den Kindergärten bis zu den Universitäten. Bildung muss ein globales Denken über die Zukunft der Welt vermitteln.“

Dalai Lama, Publik-Forum Nr. 3/2018, S. 20.

Tabarnia

Es gibt sie noch, intelligente Politprovokation: Tabarnia! Katalonischer Separatismus wird durch spanischen Sub-Separatismus unterminiert und ad absurdum geführt: Die Chef-Separatisten müssen sich gegen die Abtrünnigen wehren wie der spanische Staat gegen die katalonischen Separatisten. Und was bliebe noch von Katalonien ohne ihre Vorzeigemetropole Barcelona?

Damit ist nicht gesagt, dass sich in Spanien nichts ändern muss, dass aber Unabhängigkeit von allem und noch wem keine Lösung darstellt, sondern nur eine Veränderung des Problems, vor allem wenn die Mehrheiten so knapp sind wie in Katalonien. Dann sind kreativere Lösungen gefragt als sie den Separatisten vorschweben, aber natürlich auch als jene, die die derzeitige spanische Regierung praktiziert.

Vielleicht (oder besser: hoffentlich) bringt Tabarnia die Streitparteien ja dazu, ihr Gehirn anzuwerfen. Und vielleicht inspiriert es ja auch die Brexit-Gegner zu etwas kreativerer Gegenwehr als Schicksalsergebenheit in eine grunddumme Entscheidung, in der eine momentane (und stark manipulierte) Stimmungslage politische Festlegungen auf Jahrzehnte zur Folge hat, die erkennbar suboptimaler sein werden als eine kreative Verhandlungslösung mit der unbestreitbar reformbedürftigen EU es gewesen wäre. Da übrigens auch Hr. Pugdemont gerade in Brüssel weilt, könnte er sich z. B. das zu Unrecht vielbelächelte belgische Modell mal näher anschauen.

Hoffen wir mal, dass dieser viral-politische Kreativitätsausbruch in Europa viele andere, insbesondere in Brüssel und London, ansteckt.