Selbstversuche

Medienschaffende sind mir ein steter Quell ungläubigen Staunens, allerdings leider weniger wegen ihrer herausragenden Leistungen als vielmehr wegen ihres Selbstverständnisses und ihrer Weltsicht.

Ein besonders nerviges wiederkehrendes Thema sind „Selbstversuche“. Es ist ja nicht so, dass es auf diesem Globus, oder auch in der näheren Heimat, nichts Berichtenswertes gäbe. Aber für viele Journalisten scheinen Berichte über Eigentauglichkeitstests den perfekten Vorwand zu liefern, ihr Ego in aller Öffentlichkeit und Unschuld zu verhätscheln und dabei noch den Eindruck zu erwecken, sie hätten etwas Bahnbrechendes oder zumindest Bemerkenswertes im Interesse der Allgemeinheit getan, auch wenn die preisgegebenen Erkenntnisse nur den Stand der Beschränktheit ihrer AutorInnen spiegeln.

Besonders beliebt ist das Ausprobieren alternativer Lebensweisen, wahlweise mit der Ausrichtung Öko/Bio (zuletzt S. Neukam in der ZEIT 11.1.2024 S. 27), Schlichtheit/Verzicht oder sogar Faulheit (so zuletzt P. Pinzler in der ZEIT 28.12.23, S. 61). Jungs und Mädels aus offenbar besserem Hause nehmen ihren Mut in beide Hände und trauen sich mal (meist nur für sehr kurze Zeit) eine Lebensweise, die ihnen offenbar so seltsam vorkommt, dass sie der Welt mitteilen müssen, was sie so erlebt haben und (vielleicht, und wenn überhaupt, dann nur für sich) daraus schließen, auch wenn das bei den Lesern eher zu Fremdschämgefühlen als zu neuen Erkenntnissen führt.

Vielleicht sind solche Berichte ja der Ersatz traditioneller Abenteuerromane in Kurzform für weniger Aufnahmefähige (Die Aufmerksamkeit des digital geprägten Nachwuchses reicht heute ja kaum noch für einen ganzen Roman.) und/oder Minderbegabte (für die echte Wissenschaft ohnehin „fake“ ist). Sesselpupsende Normalos ohne jeglichen Entwicklungsdrang fühlen sich dann von der fast immer sehr zurückhaltenden Begeisterung der TesterInnen jedenfalls bestätigt, dass das „nix für sie wäre“, ansonsten profitiert vom Erfahrungsbericht nur der/die/das Autor*in* auf seinem/ihrem Honorarkonto.

Ich fühle mich nicht berufen, Selbstverzwergungstendenzen von Schreiberlingen jeglicher Art zu verhindern, soviel Freiheit zum Nichtsein anderer muss man aushalten. Mich stört (wie bei vielem anderen) der Beitrag zu Volksverdummung und das damit verbundene Bauchgefühl, dass wir Menschen als Kollektiv grade einen Selbstversuch unternehmen, über den niemand mehr wird berichten können, u. a. weil es zu vielen Medienschaffenden reicht, sich mit ihrem kleinen Ich zu beschäftigen.

Widerspruchsungeist

Im Journalismus, aber auch im Privatleben, gibt es die ewigen Infragesteller, Besserwisser, Bedenkenträger und Grundsatznörgler, deren Charakter es ihnen offenbar unmöglich macht, Aussagen anderer einfach zu akzeptieren.

Gerade für diese Wichtigtuer, die im Übrigen meist über eine begrenzte Einsichtsfähigkeit verfügen, ist es daher nützlich, ein paar Tricks zu beherrschen, mit denen man die Meinung anderer in ihrer Wirkung und Bedeutsamkeit schwächen kann. Das kann man lernen, und wenn diese Menschen überhaupt etwas beherrschen, dann diese Techniken (die allerdings auch nicht sonderlich anspruchsvoll sind).

Wie also lernt man, auf polemische Weise Menschen bzw. ihre Meinungen infrage zu stellen?

Trick 1: Argumentiert der Gegenüber differenziert, bezichtigen Sie ihn der Erbsenzählerei, der unnötigen Verkomplizierung, des Ausweichens harter und einfacher Fakten, der gezielten Verwirrung oder mangelnder Klarheit u. ä.
Trick 2: Versucht er, Dinge gegeneinander abzuwägen, unterstellen Sie ihm wahlweise mangelnde Eindeutigkeit, Entscheidungsschwäche, unnötige oder falsche Abwägungskriterien usw.
Trick 3: Verweist der Andere auf die Komplexität eines Themas, fordern Sie eine einfache Stellungnahme, unterstellen Sie ihm ein Ausweichmanöver oder Angst vor unangenehmen Wahrheiten.
Trick 4: Äußert er seine persönliche Meinung, bemängeln Sie fehlende Objektivität, nicht erfolgte Abstimmung mit irgendwelchen Gremien, entgegenstehende Meinungen von Parteikollegen, Koalitionspartnern, Vorgesetzen usw.
Trick 5: Gibt Ihr Gesprächspartner Fehler zu, deuten Sie dies als Anbiederung, Offenbarungseid, fehlende Kompetenz oder fragwürdige Berechtigung zur Amtsausübung.
Trick 6: Suggerieren Sie ergänzend Unglaubwürdigkeit, private Schwächen u. ä. durch eingeflochtene sachfremde Informationen über Privates, Vergangenes, Irrelevantes, unpassende Aussagen Dritter usw.
Trick 7: Interpretieren Sie seine Körpersprache, die angeblich etwas anderes besage als seine Aussage.
Trick 8: Greift das alles nicht, hilft es ggf.  noch, den Kontrahenten zu ignorieren bzw. totzuschweigen.

Besondere Freude bereiten diese Techniken übrigens, wenn man es diesen Deutungsnörglern mit gleicher Münze heimzahlen kann …

Grünspalter?

Wenn man als Journalist sonst keine Anliegen hat (oder zu dumm ist, die echten zu erkennen), dann hilft es, Banales aufzubauschen und als problematisch hinzustellen. Das tun jedenfalls jene gerne, denen es im Übrigen an Durchblick fehlt.

Neuestes Beispiel: Die Tatsache, dass die Grünen vor allem von gebildeten und eher gut situierten (Groß)Städtern gewählt werden, stellt angeblich ein Problem dar, weil dies die Spaltung der Gesellschaft fördere, so die neuerdings kolportierte dramatische Einsicht.

Über kleine Dummheiten kann ich ja hinwegsehen, aber solche Schlussfolgerungen sind auch gefährlich, und daher muss ihnen entschieden widersprochen werden:

  1. Es gibt keine Partei, die gleichermaßen in allen Bevölkerungsschichten vertreten wäre, nicht einmal die sogenannten Volksparteien. Erst die Parteienvielfalt und das Wahlrecht sorgen dafür, dass die gesellschaftliche Vielfalt repräsentativ dargestellt wird, und zwar im Parlament, nicht in jeder Partei.
  2. Es ist schwer nachvollziehbar, warum eine einigermaßen gut eingrenzbare Wählerschaft bei den Grünen ein Problem darstellen soll, während dies bei der FDP z. B. als selbstverständlich betrachtet wird. Alle Parteien (auch die großen) haben ihre Klientel bzw. ihre typische Wählerschaft und es zählt ja gerade zu ihrem Parteiprogramm, gerade die Sorgen und Interessen dieser Menschen in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen. Nirgendwo wurden bisher daraus Spaltungstendenzen abgeleitet.
  3. Eine echte Spaltung der Gesellschaft wird nicht durch die Option für eine bestimmte Partei hervorgerufen, sondern sie existiert unabhängig davon und wird durch die Wahlen nur transparent gemacht. Wahlverhalten und -ergebnisse werden erst dann problematisch, wenn die Gewählten dadurch die Chance erhalten, einseitig ausschließlich ihre Klientel zu bedienen und durch diese Politik die Spaltung der Gesellschaft zu fördern. Das ist angesichts der Koalitionskonstellationen in Deutschland aber nicht der Fall, schon gar nicht für eine (bisher) kleine Partei wie die Grünen.
  4. Gerade die Grünen haben (z. B. im Gegensatz zu FDP, Linke und AfD) kein Programm, dass bestimmte Menschengruppen bevorzugen soll, sondern Umwelt schützen und Ökologie fördern, und dies kommt gleichermaßen allen zugute. Dass viele Menschen trotzdem nicht die Grünen wählen, erklärt sich leicht dadurch, dass in ihrem Leben (bislang) andere Prioritäten (z. B. ihren Lebensunterhalt sichern, oder einer bestimmten Ideologie folgen) existieren oder sie nicht die Einsichtsfähigkeit besitzen, die andere wohl haben. Das hat nichts mit Spaltung zu tun, sondern mit Vielfalt und Entscheidungsfreiheit.

Wenn man sich fragt, ob die Gesellschaft eher durch die Grünen oder durch unqualifizierte Journalisten gespalten wird, dann dürfte die Antwort leichtfallen. Warum schreiben die Journalisten nicht mal darüber?

Mediales Politiktheater – Akteure und Claqueure

B. Ulrich hat in einem Artikel in der ZEIT kürzlich zurecht angeprangert, dass zwei der wichtigsten gesellschaftlichen Akteure – Politik und Medien – unter einem bedenklichen, vielleicht schon gefährlichen Realitätsverlust leiden, und dass stattdessen die gesamte politische Debatte im „Als-ob-Modus“ abläuft.

Er beschreibt auch einige Facetten dieser Scheinwelt, die ich durch eigene zusätzliche Punkte noch einmal deutlich erweitert habe: Weiterlesen

Reizende Kommentare

Bernhard Pörksen liefert in „Die große Gereiztheit“ eine Analyse des „Zeitalters der indiskreten Medien“ (S. 7), der „Wirkungen einer nervösen, hoch reaktionsbereiten Medienmacht“ bzw. der Tiefeneffekte digitaler, vernetzter Medien, die als alles verändernde Einstrahlung im Hintergrund der realen Ereignisgeschichten wirken (S. 8, 12), sowie einige angedachte Lösungsvorschläge zur Bewältigung der hierdurch hervorgerufenen Krisen.

Das Ganze ist gekonnt aufbereitet und formuliert, und es unterhält, auch wenn man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, das Meiste schon mal irgendwo gelesen zu haben (Pörksen verwendet teilweise eigene bereits an unterschiedlichen Stellen veröffentlichte Texte, aber das ist verzeihbar, weil man sie so im Zusammenhang lesen kann).

Je weiter man mit der Lektüre vordringt, desto stärker wird aber das Gefühl, dass die scheinbar so überzeugende Rhetorik auf wackligen Füßen steht. Liest man das Buch dann noch einmal mit der kritischen Frage, welchen Mehrwert es letztlich bietet, dann summieren sich die Defizite zu einem Ergebnis, von dem man freundlicherweise sagen kann, es sei gut gemeint, oder kritischer, dass es nicht zu Ende gedacht ist und der Kommentator sich nicht aus seiner eigenen Gereiztheit lösen kann und damit einen Teil des Problems darstellt. Das ist angesichts der Tatsache, dass Pörksen ein intelligenter und angesehener Wissenschaftler ist, sehr schade, und es ist dann auch nicht verwunderlich, dass seine Lösungsvorschläge nicht überzeugen können.

Was ist insbesondere zu kritisieren?

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Ökonomische Bildung und Befähigung

Im Augenblick gibt es offenbar (mal wieder) ernste Bemühungen, „Wirtschaftsbildung“ zu promoten. Das ist zwar nicht so hip wie Digitalisierung, aber da alles irgendwie Ökonomie ist und es schließlich um unser aller materielles Wohlergehen geht, darf man hier von einer einigermaßen sicheren Aufmerksamkeits- und Zustimmungsrate ausgehen.

Schon seit Jahren ist daher die durchweg als defizitär qualifizierte wirtschaftliche Bildung regelmäßig in allen wichtigen Medien präsent (z. B. FAZ, Handelsblatt, Spiegel, Welt).
Jetzt hat die ZEIT das Thema intensiv aufgegriffen und als Grundlage für ihre Position eine Studie des briq Institute on Behavior & Inequality von Prof. Armin Falk (Uni Bonn) herangezogen.

Wer bei so viel Kompetenz und darüber hinaus selbstbewusster Verkündung jetzt besondere Einsichten erwartet, wird allerdings enttäuscht. Die einfache Botschaft lautet: Die Menschen sollen durch ökonomisches Wissen gebildet und befähigt werden, und zwar in der Schule, wenn nicht sogar in der Vorschule.

Je öfter man jedoch die journalistische Verarbeitung der (im Übrigen nicht veröffentlichten) Studie liest, desto offenkundiger werden ihre Defizite: Keine Präzisierung dessen, was Wirtschaftswissen auf Schulniveau bedeuten könnte, keine Analyse von Wirtschaftsbildung und -befähigung, und schon gar keine empirische Überprüfung der einleuchtenden, aber falschen Thesen.

Den Journalisten mangelt es selbst nicht nur an Wirtschaftsbildung, sondern vor allem auch an Bildungsbefähigung. Ihr Denken ist unterkomplex, einseitig ökonomisch, bildungspolitisch leer, ideologisch unehrlich oder unreflektiert. Selbst wenn man annimmt, dass die Überlegungen gut gemeint sind, sie sind nicht einmal im Ansatz zu Ende gedacht.

Das Ergebnis ist folglich ein unbrauchbares common-sense-Geschreibsel, das letztlich kontraproduktiv wirkt, weil es irreführt und echte Fortschritte verhindert. Das darf man als profnarr getrost nicht nur als Gedankenmüll des Monats bezeichnen, sondern auch mit dem Ehrenlabel „verdummungsstrategisch wertvoll“ versehen.

Wer die ausführliche Begründung dieser Kritik lesen möchte findet sie ausnahmsweise als Download hier. Bzgl. der Beeinflussung und Manipulation ökonomischer Bildung auf Hochschulniveau siehe die aktuellen Arbeiten von Silja Graupe.

Die Welt im Theatermodus

Die Welt ist voller Probleme und Herausforderungen, und um hiermit adäquat umgehen zu können muss die Realität richtig erfasst werden.

Als Quelle der Erkenntnis dienen dabei in erster Linie die Wissenschaften. Leider leben sie in einer komplizierten und einigermaßen abgeschotteten Welt. Und damit sie nach außen dringen und dort etwas bewirken, müssen ihre Ergebnisse vereinfacht und verständlich gemacht werden. Diese Translation bzw. Filterung besorgen weitgehend die Medien. Da die Wissenschaften auch noch langsam sind, nimmt ihre Rolle in einer beschleunigten Welt mit einem hohen Bedarf an einfachen Entscheidungshilfen stark ab.

Ersetzt werden sie durch Journalismus, der sich jedoch seinerseits kaum mit Fakten beschäftigt (außer natürlich die wenigen Qualitätsjournalisten), sondern damit, was andere über Fakten, Probleme und Lösungen sagen. Diese „Anderen“ sind manchmal mehr oder weniger Kundige, manchmal mehr oder weniger Zuständige, manchmal auch nur mehr oder weniger Prominente, manchmal sogar Normalbürger. Und wenn es einigermaßen wichtig ist (oder als solches deklariert wird, von wem auch immer), dann wird die Massenmeinung (bzw. „öffentliche Meinung“) abgefragt.

Die Omnipräsenz der Medien, deren Wirkung durch das Internet noch vielfach potenziert wird, hat dazu geführt, dass unsere Kenntnis der Welt – bzw. das, was wir über sie zu kennen glauben – medial vermittelt ist. Zwar gibt es noch unsere persönliche Lebenserfahrung, aber diese ist nicht nur begrenzt, sondern wird auch durch das multimediale Trommelfeuer permanent in Frage gestellt und bei einer steigenden Anzahl Menschen zudem von Fremdmeinungen überlagert. Selbst bei solchen, die nicht in der virtuellen Welt leben, wird jedenfalls der Realitätswahrnehmungssinn durch die mediale Vorprägung massiv beeinflusst.

Daraus hat sich eine Kultur entwickelt, bei der alle derart Befragten und Inszenierten – aber nicht minder die Befragenden und Inszenierenden – sich wie auf einer Theaterbühne verhalten, deren Zuschauer die Medienkonsumenten sind. Sie verhalten sich nämlich nicht authentisch, sondern so, wie es ihre Rolle verlangt bzw. so wie sie glauben, dass sie es verlangt, oder noch so, wie sie ihre Rolle persönlich gestalten wollen.

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Faktenchecker und Fakechaser

Das Gute am Schlechten ist, dass es uns vor Augen führt, wie wichtig das Gute ist.
Die Einsicht passt auch, wenn man „gut“ durch „Fakt“ ersetzt und „schlecht“ durch „Fake“.

So bemühen sich die Medien denn auch gerade um das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber vor lauter Quotengeilheit vernachlässigt wurde: Die Wahrheit der Fakten. Und weil man es jetzt ganz genau nimmt, kontrolliert man nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen bzw. deren Fake-News. Das sorgt für Beschäftigung und Unterhaltung!

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Brandwächter-Journalismus

Die meisten Journalisten scheinen heute nach dem Brandwächter-Modell zu arbeiten: Sie verbringen ihre Zeit damit, Brände zu entdecken – oder oft auch nur potenzielle Brandherde zu vermuten – , dann möglichst laut „Feuer“ zu schreien und anschließend zu kommentieren, wie sie die Arbeit der Feuerwehr finden. Auf die Idee, selber zu löschen, kommen sie nicht, ebenso wenig, einen Beitrag zur Brandprävention zu leisten. Und weil es zu aufwändig und wenig vielversprechend ist, durch die Welt zu reisen, um selber Brände zu entdecken (außer ggf. dahinzufahren, wo gerade besonders viel gezündelt wird), beschränken sie sich darauf, vom Schreibtisch aus zu beobachten, wo andere gerade Feuer entdeckt haben, um deren Alarmrufe zu verbreiten und verstärken.

Besonders viel Mehrwert wird so nicht generiert. In Zeiten des Internet erfolgt die Verbreitung ohnehin millionenfach durch die Leser. Und wenn es darum geht, das allseits Bekannte noch einmal anders aufzubereiten, können das Bots heutzutage ohne Qualitätsverlust wesentlich kostengünstiger. Insofern ist der größte Teil dieses Journalismus entbehrlich.

Darüber hinaus hat dieser professionell betriebene und über die Medien ständig verbreitete Alarmismus die negativen Nebeneffekte, die Menschen zum einen ängstlich zu machen, zum anderen abzustumpfen.

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Sportreporter

Die schreibenden Trillerpfeifen der Systemsportpresse besitzen das Taktgefühle einer Eckfahne, der Elfmeterpunkt ist die bleiche Sonne ihres geistigen Universums, klein, kalt und ungerührt, auf Rasenhöhe null und immer an derselben Stelle.“ (FINIS, Das Letzte, ZEIT 24.11.2016, S. 57)