Eine verantwortungsvolle deutsche und europäische Politik, die möglichst alle Dimensionen einer globalen Migrationsproblematik inkl. ihrer nationalen Folgen berücksichtigt, ist erst noch zu entwerfen. Sie müsste jedoch insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:
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Merkels Mitmenschlichkeitsmär
Bei allen Ungereimtheiten, Defiziten und Widersprüchen der deutschen Flüchtlingspolitik sind sich die meisten Beobachter und Mitwirkenden offenbar in einem Punkt weitestgehend einig: Merkels humanitärer Einsatz für die Flüchtlinge ist bewundernswert und sollte Vorbild für andere sein. Bei allen Fehlern, die Merkel in dieser Angelegenheit gemacht hat, wird ihr zumindest zugute gehalten, dass sie mit hehren Absichten gehandelt und viel Gutes getan habe. Manche sahen (und sehen) sie gar des Friedensnobelpreises würdig.
Auch eine plausible Erklärung für diesen für Staatsmänner und -frauen eher unüblichen Humanismus (manche sprechen gar von ‚Caritas‘) wurde schnell gefunden: Als Pfarrerstochter ist sie sozusagen impregniert mit einem Gutmenschenvirus, oder wie M. Krupa und B. Ulrich es formulierten (Die ZEIT 28.1.2016): „Du kriegst die Frau aus dem Pfarrhaus, aber nicht das Pfarrhaus aus der Frau.“
Im Folgenden soll gezeigt werden, dass in Wirklichkeit Merkels humanitärer Impetus wenig überzeugend ist, und dass sie mit dieser Art der Gesinnungsethik unter dem Strich mehr Schaden angerichtet als verhindert hat. Ein wirklich (verantwortungs)ethisches Verhalten müsste zu einer vollkommen anderen Politik führen als Merkel sie bisher umgesetzt hat.
immigrant
immigrant
arrogant?
allerhand
in diesem land!
immigrant
abgebrannt?
arge schand’
im wunderland!
immigrant
anerkannt?
angstzustand
im vaterland!
immigrant
abundant?
abgesandt
ins heimatland!
Willkommensklima
Das aktuelle feuchtwarme Wetter schafft ein Willkommensklima mit Wohlfühlfeeling für unsere Mittelmeeranrainergäste, gegen das auch rechte Rabauken nichts ausrichten können.
Herzenssache Mitarbeiter?
Es soll Unternehmen geben, die ‚Corporate Social Responsability‘ ernst nehmen. Wenn das gleichzeitig ihr Image als ‚Gutunternehmen‘ geschäftsmäßig fördert, sei ihnen das gegönnt.
Meistens entlarvt sich das Getue jedoch als leicht erkennbare PR-Maßnahme, wobei sich mir immer die Frage stellt, wer eigentlich darauf ‚hereinfällt‘.
Die Sättigungsparadoxie
Neulich beklagte sich EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, ihm sei unverständlich, warum ausgerechnet heute, nach der längsten Friedensperiode in Europa und dem Erreichen der größten individuellen Freiheitsrechte, viele Menschen in allen europäischen Staaten Nationalismen u entwickeln, fremdenfeindlich werden, autoritäre politische Führung befürworten und andere rückwärts gewandte Haltungen einnehmen.
Wenn man mal die hausgemachten EU-Probleme beiseite lässt, erscheint es in der Tat schwer nachvollziehbar, warum Menschen ausgerechnet die Äste absägen wollen, auf denen sie sitzen und die sie nur mit sehr viel Mühe über einen langen Zeitraum erklommen haben.
Lässt man Verschwörungstheorien beiseite, gibt es folgende mögliche (miteinander kombinierbare) Erklärungen: Weiterlesen
Frühlingsgarten
Zickenkrieg und sonstiges Gender-Gedöns
Neulich war ich mal wieder im ICE unterwegs: Vierer mit Tisch, Gangseite, niemand links und gegenüber, also Smartphone ausschalten, Beine langmachen, Buch rausholen und ein paar gemütliche Stunden verbringen.
Der Mann schräg gegenüber werkelte an seinem Notebook und fiel zunächst nur dadurch auf, dass er gelegentlich seufzte. Das wurde allerdings zusehends lauter und ähnelte schon mehr einem Stöhnen. Dann beging ich den Fehler, Augenkontakt aufzunehmen, in der Hoffnung, ihm dadurch klarzumachen, dass er nicht alleine sei. Dummerweise interpretierte er das als Aufforderung zum Gespräch.
Inkrementelle Kriminelle
Im Abgasskandal von VW und Konsorten wird gerne auf die negativen Folgen verwiesen, die dieser für VW (bzw. die Autobranche) und die Autokäufer hat. Als Umweltskandal erster Güte wird das Ganze eher nicht thematisiert, wohl deshalb, weil man die Folgen nicht mit den Sinnen erfassen kann. Könnte man wenigstens ein paar identifizierbare Tote vorweisen, wäre das schon etwas anderes. Aber das bloße Aufzeigen von hohen Schadstoffwerten gepaart mit Experteninterviews und leidenden Lungen- und Herzkranken scheint niemanden ernsthaft zu empören, selbst wenn jedes Jahr tausende Menschen wegen dieser eigentlich verbotenen Luftbelastung sterben bzw. früher sterben.
Könnte mal jemand Hirn stiften?

Zu den Dingen, die bei fast jedem einen positiven Gedanken-Frame auslösen, zählen Stiftungen: Geld für gute Zwecke, was soll daran auch falsch sein?
Kurioserweise ist es bei Steuern umgekehrt, obschon es auch hier um Geld für gute Zwecke geht. Liegt es an der Freiwilligkeit? Oder daran, dass bei Steuern alle ran müssen, Stiftungen aber nur auf der Initiative weniger beruhen? Oder funktioniert die Gehirnwäsche in Sachen Stiftungen so gut, dass wir jede kritische Distanz verloren haben?
Wie dem auch sei, Stiftungen sind in Deutschland in. Auch die ZEIT ist ein großer Stiftungsfan, wohl nicht zuletzt auch, weil diese wöchentlich schöne Anzeigenerträge generieren. Dummerweise schlägt diese Begeisterung dem einen oder anderen Redakteur arg aufs Gehirn, so letztens M.J. Hartung und M. Spiewak (ZEIT vom 21.4.16). Unter dem Titel „Jetzt wird nachgerechnet“ tauchen ungeprüfte Allgemeinplätze und ideologiegeprägte Behauptungen auf, die einer PR-Abteilung würdig wären, mit kritischem Journalismus aber nichts zu tun haben.


