Zickenkrieg und sonstiges Gender-Gedöns

Neulich war ich mal wieder im ICE unterwegs: Vierer mit Tisch, Gangseite, niemand links und gegenüber, also Smartphone ausschalten, Beine langmachen, Buch rausholen und ein paar gemütliche Stunden verbringen.

Der Mann schräg gegenüber werkelte an seinem Notebook und fiel zunächst nur dadurch auf, dass er gelegentlich seufzte. Das wurde allerdings zusehends lauter und ähnelte schon mehr einem Stöhnen. Dann beging ich den Fehler, Augenkontakt aufzunehmen, in der Hoffnung, ihm dadurch klarzumachen, dass er nicht alleine sei. Dummerweise interpretierte er das als Aufforderung zum Gespräch.

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Inkrementelle Kriminelle

Im Abgasskandal von VW und Konsorten wird gerne auf die negativen Folgen verwiesen, die dieser für VW (bzw. die Autobranche) und die Autokäufer hat. Als Umweltskandal erster Güte wird das Ganze eher nicht thematisiert, wohl deshalb, weil man die Folgen nicht mit den Sinnen erfassen kann. Könnte man wenigstens ein paar identifizierbare Tote vorweisen, wäre das schon etwas anderes. Aber das bloße Aufzeigen von hohen Schadstoffwerten gepaart mit Experteninterviews und leidenden Lungen- und Herzkranken scheint niemanden ernsthaft zu empören, selbst wenn jedes Jahr tausende Menschen wegen dieser eigentlich verbotenen Luftbelastung sterben bzw. früher sterben.

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Pyrrhus-Sieg und Merkel-Niederlage

Die Weltgeschichte kennt seit Langem den Pyrrhus-Sieg. Nun kennt sie auch sein Gegenstück: Die Merkel-Niederlage.

Die Landtagswahlen in B-W, R-P und S-A bescheren der CDU historisch schlechte Wahlergebnisse und einen fulminanten Aufstieg der AfD, beides in erster Linie Merkels Verhalten („Politik“ kann das wohl kaum genannt werden) zu verdanken, und was passiert? Es hat nicht einmal keine Folgen, sondern die Wahlergebnisdeuter glauben zu erkennen, dass Merkel in einer schwierigen Lage Unterstützung erfahren hat! Weiterlesen

Die Wiederentzweiungskanzlerin

Während Helmut Kohl sich freuen darf, als Wiedervereinigungskanzler in die Geschichte einzugehen, wird sein politischer Zögling Angela Merkel ein Vierteljahrhundert danach wohl ihren Fußabdruck als Wiederentzweiungskanzlerin hinterlassen.

Denn in und mit der Flüchtlingskrise hat sie in geradezu dramatischer Weise eine Spaltung der deutschen und europäischen Gesellschaft hervorgerufen, deren negative Auswirkungen noch lange zu spüren sein werden.

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EU-Krise? Ja, bitte!

Glaubt man den Medien, dann schlingert die EU seit Jahren von Krise zu Krise, und während man mit der ‚Euro-Krise‘ schon den Gipfel erklommen zu haben schien, droht jetzt mit der ‚Flüchtlingskrise‘ – garniert mit etwas ‚Brexit‘ und ‚TTIP‘ – nach vielen Punktsiegen die erste KO-Niederlage.

Die Medien (und manche kurzsichtigen Politiker) sehen schon das Ende der EU herannahen. Aber bei genauerer Betrachtung sollten die Bürger froh sein, dass endlich so etwas wie ein Reinigungsprozess einsetzt. Weiterlesen

Willkommen, Ihr Arbeitskräfte und Rentenzahler!?

Was hat Wirtschaft mit Migration zu tun?

Als Begründung für die Massenimmigration wird immer wieder gerne argumentiert, dass diese aus volkswirtschaftlichen Gründen wünschenswert sei bzw. positive ökonomische Auswirkungen habe. Bei genauerer Betrachtung bleibt von diesen Argumenten aber wenig bis nichts übrig: Weiterlesen

Perfide Gedanken auf Abwegen

„Man kann Merkel vorwerfen, ihre Flüchtlingspolitik sei anfangs kurzsichtig gewesen. Das fällt heute sehr viel leichter als vor einem halben Jahr. Merkel hat die Folgen ihrer Offenheit nicht überblickt, vor allem aber nicht die Befindlichkeiten und den Widerstand in anderen europäischen Ländern. Daraus den Vorwurf abzuleiten, Merkel habe Europa gespalten, ist abwegig. … Besonders perfide ist der Vorwurf, Merkels Flüchtlingspolitik befördere den Nationalismus und Extremismus in anderen Ländern.“ (Matthias Krupa, DIE ZEIT 18.2.16 S. 1) Weiterlesen

Flüchtlingskrise oder Deutschlandkrise?

Was auch immer Merkels wahre Beweggründe waren bzw. sind, Deutschland so radikal für Migranten (Ausländer, Flüchtlinge, Asylsuchende, Vertriebene, Aussiedler, Arbeitssuchende, Abenteurer, Kriminelle oder wie auch immer sie korrekt zu bezeichnen wären) zu öffnen, fest steht: Wohl noch nie wurde eine so wichtige politische Entscheidung so wenig vorbereitet und durchdacht, so ziellos weiterverfolgt und so amateurhaft umgesetzt.

In den folgenden Einträgen wird gezeigt, wie wenig überzeugend die Begründungen für diese Politik sind und wie katastrophal die Folgen der geradezu hilflosen Vorgehensweise – nicht so sehr für Deutschland als für die Migranten, die derzeitigen und künftigen.

Es soll aber nicht bei einer Kritik bleiben, sondern aufgezeigt werden, welche vernünftigen Vorgehensweisen es gäbe, dieses real existierende Problem in für alle Seiten vertretbarer Weise in den Griff zu bekommen.

Mit einem gesundbeterischen ‚Wir schaffen das!‘ ist es dabei sicher nicht getan, sondern dieses Wunschdenken könnte angesichts der zu schildernden Defizite geradezu kontraproduktiv sein und die deutsche und auch internationale Gesellschaft auf Jahrzehnte erheblich belasten.

Es wäre dringend an der Zeit, sachlich und rational die Probleme anzugehen, und nicht von einer Hysterie in die nächste fallend und von irrationalen Argumenten geleitet die Flüchtlingskrise zur größten Nachkriegskrise Deutschlands werden zu lassen.

Dazu zählt auch, sich durch die zahlreichen Begriffsverwirrungen, gedanklichen Vereinfachungen, falschen Fragestellungen und interessegeleiteten Manipulationen nicht von einer nüchternen Betrachtungsweise abbringen zu lassen. Die Mitte Deutschlands, die in der Debatte offenbar kaum zu Wort kommt, ist zunächst einmal eine gedankliche Mitte. Sie wiederzufinden, nicht zuletzt durch ein Zusammenpuzzeln der Wahrheitsfetzen, die sich auch in den dominant verwirrten Aussagen aller Lager finden, ist dringend erforderlich.

Der Versuch dazu soll in diesem Blog unternommen werden (Kategorie ‚Bevölkerung&Migration‘, oder Stichwort ‚Flüchtlinge‘).