Herzenssache Mitarbeiter?

Es soll Unternehmen geben, die ‚Corporate Social Responsability‘ ernst nehmen. Wenn das gleichzeitig ihr Image als ‚Gutunternehmen‘ geschäftsmäßig fördert, sei ihnen das gegönnt.

Meistens entlarvt sich das Getue jedoch als leicht erkennbare PR-Maßnahme, wobei sich mir immer die Frage stellt, wer eigentlich darauf ‚hereinfällt‘.

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Little and Big Brother

„Je mehr sich die Kommunikation ins Digitale verlagert, desto mehr Befugnisse benötigen Polizei und Geheimdienste, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können. Und je stärker Daten zur Währung der Zukunft werden, desto dringlicher das Bedürfnis nach der Regulierung privater Akteure. … Doch die Einseitigkeit, mit der die Diskussion geführt wird, erfordert eine kritischere Haltung gegenüber staatlichen Totschlagargumenten wie Kinderpornographie oder Terrorismusgefahr und ein besseres Verständnis dessen, wann und wozu vermeintliche „Datenkraken“ die Informationen ihrer Nutzer tatsächlich auswerten. Denn Wissen ist nicht nur Macht, sondern bestimmt auch darüber, wer die Macht über das Wissen erhält.“

BigBrotherMit diesen durchaus vernünftigen, wenn auch nicht gerade originellen, Feststellungen endet ein Artikel von C. van Lijnden in der ZEIT vom 7.4.16. Die Einseitigkeit der ‚Diskussion‘, die der Autor bemängelt (er meint vermutlich die ‚vorgebrachten Argumente‘, aber das ist noch der kleinste Patzer) bereichert er selbst aber keineswegs mit einer differenzierten Analyse, sondern mit Scheinargumenten, Denklücken und logischen Fehlern zuhauf.

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Pyrrhus-Sieg und Merkel-Niederlage

Die Weltgeschichte kennt seit Langem den Pyrrhus-Sieg. Nun kennt sie auch sein Gegenstück: Die Merkel-Niederlage.

Die Landtagswahlen in B-W, R-P und S-A bescheren der CDU historisch schlechte Wahlergebnisse und einen fulminanten Aufstieg der AfD, beides in erster Linie Merkels Verhalten („Politik“ kann das wohl kaum genannt werden) zu verdanken, und was passiert? Es hat nicht einmal keine Folgen, sondern die Wahlergebnisdeuter glauben zu erkennen, dass Merkel in einer schwierigen Lage Unterstützung erfahren hat! Weiterlesen

Perfide Gedanken auf Abwegen

„Man kann Merkel vorwerfen, ihre Flüchtlingspolitik sei anfangs kurzsichtig gewesen. Das fällt heute sehr viel leichter als vor einem halben Jahr. Merkel hat die Folgen ihrer Offenheit nicht überblickt, vor allem aber nicht die Befindlichkeiten und den Widerstand in anderen europäischen Ländern. Daraus den Vorwurf abzuleiten, Merkel habe Europa gespalten, ist abwegig. … Besonders perfide ist der Vorwurf, Merkels Flüchtlingspolitik befördere den Nationalismus und Extremismus in anderen Ländern.“ (Matthias Krupa, DIE ZEIT 18.2.16 S. 1) Weiterlesen