„Je mehr sich die Kommunikation ins Digitale verlagert, desto mehr Befugnisse benötigen Polizei und Geheimdienste, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können. Und je stärker Daten zur Währung der Zukunft werden, desto dringlicher das Bedürfnis nach der Regulierung privater Akteure. … Doch die Einseitigkeit, mit der die Diskussion geführt wird, erfordert eine kritischere Haltung gegenüber staatlichen Totschlagargumenten wie Kinderpornographie oder Terrorismusgefahr und ein besseres Verständnis dessen, wann und wozu vermeintliche „Datenkraken“ die Informationen ihrer Nutzer tatsächlich auswerten. Denn Wissen ist nicht nur Macht, sondern bestimmt auch darüber, wer die Macht über das Wissen erhält.“
Mit diesen durchaus vernünftigen, wenn auch nicht gerade originellen, Feststellungen endet ein Artikel von C. van Lijnden in der ZEIT vom 7.4.16. Die Einseitigkeit der ‚Diskussion‘, die der Autor bemängelt (er meint vermutlich die ‚vorgebrachten Argumente‘, aber das ist noch der kleinste Patzer) bereichert er selbst aber keineswegs mit einer differenzierten Analyse, sondern mit Scheinargumenten, Denklücken und logischen Fehlern zuhauf.