Dass das freie Marktgeschehen gezügelt und eingehegt werden muss, ist keine neue Entwicklung. Seit dem Ende des 19. Jhdts., und erst recht in den letzten 50 Jahren, haben insbesondere Kartell- und Wettbewerbsrecht, aber auch Sozial- und Arbeitsrecht, Mietrecht, Verbraucher- und Datenschutzrecht es sich zur Aufgabe gesetzt, das Marktgeschehen zu kanalisieren und negative Nebenwirkungen zu vermeiden.
Dabei scheint es aber seit dem Untergang des planwirtschaftlichen Kommunismus weltweiter Konsens (mit Ausnahme von Nord-Korea) zu sein, dass es zum Marktprinzip keine Alternative gibt, so auch in Deutschland mit seiner sozialen Marktwirtschaft.
Das Problem ist nur, dass das Marktprinzip grundlegende Systemfehler aufweist. Und sosehr wir uns dies auch schönreden oder es verdrängen, der Markt wird dasselbe Schicksal erleiden wie jedes angebliche perpetuum mobile: Er wird aufhören, sich zu bewegen, weil er sich selbst zerstört, und das umso schneller, je stärker wir einen freien Markt propagieren.
Warum wird das früher oder später eintreten?