Pyrrhus-Sieg und Merkel-Niederlage

Die Weltgeschichte kennt seit Langem den Pyrrhus-Sieg. Nun kennt sie auch sein Gegenstück: Die Merkel-Niederlage.

Die Landtagswahlen in B-W, R-P und S-A bescheren der CDU historisch schlechte Wahlergebnisse und einen fulminanten Aufstieg der AfD, beides in erster Linie Merkels Verhalten („Politik“ kann das wohl kaum genannt werden) zu verdanken, und was passiert? Es hat nicht einmal keine Folgen, sondern die Wahlergebnisdeuter glauben zu erkennen, dass Merkel in einer schwierigen Lage Unterstützung erfahren hat! Weiterlesen

Die Wiederentzweiungskanzlerin

Während Helmut Kohl sich freuen darf, als Wiedervereinigungskanzler in die Geschichte einzugehen, wird sein politischer Zögling Angela Merkel ein Vierteljahrhundert danach wohl ihren Fußabdruck als Wiederentzweiungskanzlerin hinterlassen.

Denn in und mit der Flüchtlingskrise hat sie in geradezu dramatischer Weise eine Spaltung der deutschen und europäischen Gesellschaft hervorgerufen, deren negative Auswirkungen noch lange zu spüren sein werden.

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Hellseher und Gierprediger

„Das Bundesamt für Bevölkerungsforschung, das Statistische Bundesamt und die Vereinten Nationen (UN) … gehen davon aus, dass die Bevölkerung in Deutschland schrumpfen wird. Ich glaube nicht an diese Zahlen. Ich erwarte, dass 2050 in Deutschland 93 Millionen Menschen leben werden. Vielleicht sogar noch mehr.“ (Hermann Simon, 93 Millionen werden wir sein, DIE ZEIT 25.2.2016, S. 29). Weiterlesen

Willkommen, Ihr Arbeitskräfte und Rentenzahler!?

Was hat Wirtschaft mit Migration zu tun?

Als Begründung für die Massenimmigration wird immer wieder gerne argumentiert, dass diese aus volkswirtschaftlichen Gründen wünschenswert sei bzw. positive ökonomische Auswirkungen habe. Bei genauerer Betrachtung bleibt von diesen Argumenten aber wenig bis nichts übrig: Weiterlesen

Perfide Gedanken auf Abwegen

„Man kann Merkel vorwerfen, ihre Flüchtlingspolitik sei anfangs kurzsichtig gewesen. Das fällt heute sehr viel leichter als vor einem halben Jahr. Merkel hat die Folgen ihrer Offenheit nicht überblickt, vor allem aber nicht die Befindlichkeiten und den Widerstand in anderen europäischen Ländern. Daraus den Vorwurf abzuleiten, Merkel habe Europa gespalten, ist abwegig. … Besonders perfide ist der Vorwurf, Merkels Flüchtlingspolitik befördere den Nationalismus und Extremismus in anderen Ländern.“ (Matthias Krupa, DIE ZEIT 18.2.16 S. 1) Weiterlesen

Flüchtlingskrise oder Deutschlandkrise?

Was auch immer Merkels wahre Beweggründe waren bzw. sind, Deutschland so radikal für Migranten (Ausländer, Flüchtlinge, Asylsuchende, Vertriebene, Aussiedler, Arbeitssuchende, Abenteurer, Kriminelle oder wie auch immer sie korrekt zu bezeichnen wären) zu öffnen, fest steht: Wohl noch nie wurde eine so wichtige politische Entscheidung so wenig vorbereitet und durchdacht, so ziellos weiterverfolgt und so amateurhaft umgesetzt.

In den folgenden Einträgen wird gezeigt, wie wenig überzeugend die Begründungen für diese Politik sind und wie katastrophal die Folgen der geradezu hilflosen Vorgehensweise – nicht so sehr für Deutschland als für die Migranten, die derzeitigen und künftigen.

Es soll aber nicht bei einer Kritik bleiben, sondern aufgezeigt werden, welche vernünftigen Vorgehensweisen es gäbe, dieses real existierende Problem in für alle Seiten vertretbarer Weise in den Griff zu bekommen.

Mit einem gesundbeterischen ‚Wir schaffen das!‘ ist es dabei sicher nicht getan, sondern dieses Wunschdenken könnte angesichts der zu schildernden Defizite geradezu kontraproduktiv sein und die deutsche und auch internationale Gesellschaft auf Jahrzehnte erheblich belasten.

Es wäre dringend an der Zeit, sachlich und rational die Probleme anzugehen, und nicht von einer Hysterie in die nächste fallend und von irrationalen Argumenten geleitet die Flüchtlingskrise zur größten Nachkriegskrise Deutschlands werden zu lassen.

Dazu zählt auch, sich durch die zahlreichen Begriffsverwirrungen, gedanklichen Vereinfachungen, falschen Fragestellungen und interessegeleiteten Manipulationen nicht von einer nüchternen Betrachtungsweise abbringen zu lassen. Die Mitte Deutschlands, die in der Debatte offenbar kaum zu Wort kommt, ist zunächst einmal eine gedankliche Mitte. Sie wiederzufinden, nicht zuletzt durch ein Zusammenpuzzeln der Wahrheitsfetzen, die sich auch in den dominant verwirrten Aussagen aller Lager finden, ist dringend erforderlich.

Der Versuch dazu soll in diesem Blog unternommen werden (Kategorie ‚Bevölkerung&Migration‘, oder Stichwort ‚Flüchtlinge‘).