Denken ist gut, aber Denker sollten sich mehr mit der Realität befassen als mit Büchern.
Sie laufen sonst Gefahr, sich in Denkblasen zu bewegen, am liebsten in solchen, die den eigenen Denkansätzen entsprechen. Filterblasen des Internets sind nichts Neues, man kennt sie in ähnlicher Form als Zitierkartelle in den Wissenschaften oder als Zeitgeist in der gesellschaftlichen Kommunikation. Neu ist nur, dass sie die abgeschlossenen Gedankenwelten der Denker auf das mentale Gruppenbewusstsein der Durchschnittsbürger erweitern, deren Denkquellen sich i. W. aus massentauglich aufbereitetem Infotainment und Netzmessages speisen. Und das bekommt der Gesellschaft insgesamt nicht gut.