Denkblasen

Denken ist gut, aber Denker sollten sich mehr mit der Realität befassen als mit Büchern.

Sie laufen sonst Gefahr, sich in Denkblasen zu bewegen, am liebsten in solchen, die den eigenen Denkansätzen entsprechen. Filterblasen des Internets sind nichts Neues, man kennt sie in ähnlicher Form als Zitierkartelle in den Wissenschaften oder als Zeitgeist in der gesellschaftlichen Kommunikation. Neu ist nur, dass sie die abgeschlossenen Gedankenwelten der Denker auf das mentale Gruppenbewusstsein der Durchschnittsbürger erweitern, deren Denkquellen sich i. W. aus massentauglich aufbereitetem Infotainment und Netzmessages speisen. Und das bekommt der Gesellschaft insgesamt nicht gut.

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Ende, Wende oder Blende?

Ende?
Nichts scheint die Menschen derzeit mehr zu beschäftigen als die Gefahren, die von Donald Trump ausgehen. Natürlich ist es äußerst bedenklich, wenn ein psychisch schwer gestörter Mann in eine solche Machtposition gerät. Aber sein Irresein bleibt einigermaßen kalkulierbar, und selbst wenn er mit Atomwaffen spielen möchte, wird das keine Kettenreaktion zur Folge haben, die das Ende der Menschheit zur Folge hat. Dazu bedürfte es noch einiger Irrer an anderer Stelle, was zwar nicht unmöglich ist, aber verrückte mächtige Herrscher mit Selbstmordneigung gibt es zum Glück dann doch nicht so viele. Die Welt hat zwölf Jahre Hitler überstanden, sie wird auch (maximal) acht Jahre Trump überstehen. (Die Möglichkeit eines zwischenzeitlichen rechten Putsches in den USA dürfte derzeit nicht all zu groß einzuschätzen sein.) Weiterlesen